Rezension in der Berliner Illustrierte Zeitung (2000)

Die Songs oszillieren zwischen Privatem und Gegenwartsbeobachtung, zwischen zerbrochener Liebe und Zusammenbruch der DDR. Mal spricht es aus ihnen traurig-herb, mal steht der Hamburger Kietz sehr nackt und kalt und böse da. „Vergessene Bilder, aneinandergestrickt“, das ist, entlehnt aus einem Lied, sein Motto. Assoziationen statt Phrasen. Zwischentöne statt Parolen. Meistens ist er dabei ganz nah bei sich und ganz unschicklich bei den Verlierern, meistens ein wenig zu südländisch-sentimental und meistens trifft er damit ins Herz der Dinge.

Berliner Illustrierte Zeitung (26.11.2000)